Häufige Fragen

Anspruch

Wie mache ich mein Recht auf Ergänzungsleistungen geltend?

Wenn in Ihrer provisorischen Berechnung die Ausgaben höher als die Einnahmen sind, oder wenn die Einnahmen die Ausgaben leicht überschreiten, so sollten Sie sich unbedingt für eine Ergänzungsleistung anmelden. Gehen Sie bei der AHV-Gemeindezweigstelle Ihres Wohnortes vorbei. Man wird Ihnen beim Ausfüllen des EL-Anmeldeformulars gerne behilflich sein.

Wenn Sie in einem Heim wohnen, wenden Sie sich bitte an die Heimleitung. Diese kann Sie über die Ergänzungsleistungen informieren. Ehepaare mit Kinderrenten oder Witwen resp. Witwer mit Waisen sollten sich an die AHV-Gemeindezweigstelle ihres Wohnortes wenden.

Ein Anspruch auf Ergänzungsleistungen kann frühestens mit Einreichen des offiziellen Antragsformulars entstehen. Für Ausländerinnen und Ausländer bestehen Karenzfristen.

Wie kann die Rückerstattung von Krankheits- und Behinderungskosten geltend gemacht werden?

Die Rückvergütung der Krankheits- und Behinderungskosten muss innert fünfzehn Monaten seit der Rechnungsstellung bei der zuständigen EL-Stelle beantragt werden. Die Krankheits- und Behinderungskosten sowie die Kosten für Hilfsmittel können nur für jenes Jahr vergütet werden, in dem die Behandlung oder der Kauf stattgefunden hat.

Für Auskünfte und Anmeldung stehen Ihnen die kantonalen Stellen für Ergänzungsleistungen zur Verfügung. Sie befinden sich in der Regel bei der kantonalen Ausgleichskasse des Wohnkantons.

Welche Krankheits- und Behinderungskosten werden vergütet?

Zusätzlich zu den jährlichen Ergänzungsleistungen können sich Personen mit einem Anspruch auf EL folgende Kosten rückerstatten lassen:

  • zahnärztliche Behandlung (einfache, wirtschaftliche und zweckmässige Behandlung)
  • Hilfe, Pflege und Betreuung zu Hause oder in Tagesstätten
  • Mehrkosten für eine lebensnotwendige Diät
  • Transport zur nächstgelegenen Behandlungsstelle
  • Kosten für Hilfsmittel
  • Beteiligung an den Kosten der Krankenkasse (Selbstbehalt und Franchise) bis zum Betrag von jährlich 1000.- Franken
  • ärztlich angeordnete Bade- und Erholungskuren

Die Kantone erlassen die näheren Bestimmungen zu den Krankheitskosten, die vergütet werden können.

Es können zusätzlich zu den EL höchstens folgende Beträge vergütet werden:

Alleinstehende: Fr. 25'000.--
Ehepaare: Fr. 50'000.--
Heimbewohner: Fr. 6'000.--

Die Kantone können jedoch höhere Beträge vorsehen.

Wer hat Anspruch auf die Rückerstattung von Krankheits- und Behinderungskosten?

Personen mit einem Anspruch auf EL können sich zusätzlich zu den jährlichen Ergänzungsleistungen Krankheits- und Behinderungskosten rückerstatten lassen.

Die Kosten werden aber nur dann vergütet, wenn sie nicht bereits durch eine Versicherung (Krankenkasse, Unfall-, Haftpflicht- oder Invaliditätsversicherung usw.) gedeckt sind.

Haben EL-Bezügerinnen und -Bezüger Anrecht auf weitere Leistungen?

Bezügerinnen und Bezüger von Ergänzungsleistungen zur AHV und IV sind von der Gebührenpflicht für Radio und TV befreit. Der SERAFE AG ist die EL-Verfügung einzureichen. Der Antrag auf Gebührenbefreiung kann bereits vor dem Vorliegen der EL-Verfügung bei ihr gestellt werden

Adresse:
SERAFE AG
Postfach 
8010 Zürich
www.serafe.ch

Wie kann der Anspruch auf EL geltend gemacht werden?

Wer seinen Anspruch auf eine Ergänzungsleistung geltend machen will, muss sich bei der zuständigen EL-Stelle melden. Dort können auch amtliche Formulare für die Anmeldung bezogen werden. Diese kann eine anspruchsberechtigte Person, deren Stellvertreterin oder Stellvertreter oder nahe Verwandte einreichen.

Den Entscheid über Ergänzungsleistungen teilt die EL-Stelle schriftlich mit. Gegen den Entscheid kann der Betroffene oder die Betroffene Einsprache erheben.

Die zuständige kantonale EL-Stelle befindet sich in der Regel bei der kantonalen Ausgleichskasse des Wohnkantons.

Wer hat Anspruch auf eine jährliche EL?

Die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV (EL) helfen dort, wo die Renten und das Einkommen nicht die minimalen Lebenskosten decken. Sie sind ein rechtlicher Anspruch und keine Fürsorge oder Sozialhilfe.

Ergänzungsleistungen können Personen erhalten, die einen Anspruch auf eine Rente der AHV (auch bei einem Rentenvorbezug), eine Rente der IV (ganze, Dreiviertels-, halbe oder Viertelsrente), oder nach Vollendung des 18. Altersjahres eine Hilflosenentschädigung der IV haben oder während mindestens sechs Monaten ein Taggeld der IV erhalten, die in der Schweiz Wohnsitz und tatsächlichen Aufenthalt haben und die Bürgerinnen oder Bürger der Schweiz sind.

Auch Ausländerinnen und Ausländer, die in der Schweiz leben, haben Anspruch auf Ergänzungsleistungen, nachdem sie eine Karenzfrist erfüllt haben.

Kann ich neben den Ergänzungsleistungen auch noch Leistungen der Pflegefinanzierung erhalten?

Ja, die beiden Leistungen können gleichzeitig ausgezahlt werden.

Muss ich meine Liegenschaft verkaufen?

Nein, dies sollte eigentlich nicht nötig sein. Zumal bei einem selbstbewohnten Wohneigentum ein zusätzlicher Vermögensfreibetrag berücksichtigt wird.

Wie viel Vermögen darf ich haben, um Ergänzungsleistungen beziehen zu können?

Das kann man nicht so einfach beantworten. Bei der Berechnung werden die anerkannten Ausgaben den anrechenbaren Einnahmen gegenübergestellt. Besitzt man ein Vermögen über dem Vermögensfreibetrag, wird ein Vermögensverzehr angerechnet.

Ab wann besteht Anspruch auf Ergänzungsleistungen?

Der Anspruch auf Ergänzungsleistungen besteht ab Beginn des Monats, in dem die Anmeldung eingereicht worden ist, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Wird die Anmeldung innert sechs Monaten nach einem Heimeintritt eingereicht, so besteht der Anspruch ab Beginn des Monats des Heimeintritts, sofern sämtliche gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Der Anspruch verfällt auf Ende des Monats, in dem eine der Voraussetzungen nicht mehr besteht.